Haengematte Thailand

Sei nicht so streng mit dir selbst

Schau in den Spiegel. Schau dir ganz bewusst tief in die Augen. Hast du das schon einmal gemacht? Das bist du. Alles, was du deinem Körper zuführst, physisch oder mental zumutest und für oder gegen was du dich entscheidest – das steht vor dir. Das bist du.

Schalte öfters ab. Tu mehr Nichts. Höre öfters in dich hinein. Lebe im Moment. Nicht gestern. Nicht morgen. Lerne dich mögen. Alles an dir. Und sei doch bitte nicht so streng mit dir.

 

INS GLEICHGEWICHT KOMMEN

Vor ein paar Tagen habe ich bis lang in die Morgenstunden im Kerzenschein mit Malbuch und Buntstiften am Schreibtisch gesessen. Mir fielen die Augen fast zu, konnte die Stifte aber nicht weglegen. Ich war im Flow. Mein Hirn war aktiv und meine Gedanken suchten nach Lösungen, Ideen und neuen Optionen. Ich fand Antworten, die mir google hätte niemals geben können.

Und wenn ich mit Partynächten, meinen Tattoos oder strengem Dutt am Arbeitsplatz manchmal eine ganz andere Persönlichkeit ausstrahle, ist es genau das, was ich brauche, um mein Gleichgewicht zu finden: Zeit für mich selbst. Frei von Ablenkung. Zum Nachdenken. Als Energieschub.

 

DU MACHST DIE REGELN

Zu oft führt der Vergleich mit anderen bzw. mit dem optimalem Bild unserer Gesellschaft dazu, dass wir uns unwohl und unglücklich fühlen. Dabei ist es selten die Situation, sondern vielmehr unsere Gedanken, die uns runter ziehen.

Hab Vertrauen in dir. Schöpfe neue Energie. Und nimm Anlauf. Kennst du deinen Platz auf der Erde und weißt, zu was du fähig bist, macht dich das stark und selbstbewusst. Und du wirst alles meistern können.

Du setzt deine Prioritäten. Du macht deine eigenen Regeln. Es ist dein Leben. Du darfst es gestalten. Das heißt auch, zu lernen, sich nicht dauern für sein Handeln und seine Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

Tu, was gut für dich ist.

Lies auch meinen Artikel: Mehr von dem tun, was glücklich macht.

Tauranga Neuseeland

 

SHIT IN – SHIT OUT

Ein ganz natürlicher Prozess, der so recht überlegt, auch kompletten Sinn macht. Ob das die Nahrungsaufnahme betrifft, den Lernaufwand oder Beziehungen. Der Erfolg oder die Leistungsfähigkeit hängt davon ab, welchen Aufwand und welche Qualität du zuführst.

Das Leben ist eine Sammlung von Entscheidungen, die du fällst. Jede Stunde, jeden Tag, jedes Jahr. Du würdest jetzt woanders sitzen, wärst du damals nicht ausgegangen und hättest deinen Partner kennen gelernt oder hättest du doch den günstigeren Flug nach Hong Kong statt nach Tokyo gebucht oder hättest du eine anderen Studiengang gewählt.

Vielleicht denkst du, dass in der Vergangenheit vieles hätte besser laufen können. Doch nun lebst du im Hier und Jetzt. Du hast die Entscheidungsgewalt. Heute ist der Anfang deines restlichen Lebens. Kopf hoch, Schultern nach hinten und rein ins Leben. Es kann so wundervoll sein.

 

WISSEN, WAS DU WERT BIST

Zeit ist das Kostbarste, was wir besitzen. Es ist das Wertvollste, was wir einem anderen Menschen schenken können. Du kannst nicht alle Menschen zufrieden stellen. Überlege genau, wem du deine Zeit schenkst und welche Begegnungen dich glücklich machen und welche dich herunterziehen.

Was du bewusst nicht tust kann manchmal genau so wichtig sein, wie das, was du tust. Dinge, Menschen oder Aufgaben aus seinem Leben zu eliminieren kann es manchmal besser machen. Lebe ein Leben voller Bedeutung und Sinn.

Sonnenuntergang Thailand

 

BLOßES NACKTES NICHTSTUN

Wir leben in einem Zeitalter, in dem Stillstand Regression bedeutet und es schwer ist, das Nichtstun gegenüber sich selbst und anderen zu rechtfertigen.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir keine drei Sekunden an der roten Ampel warten können ohne an unserem Smartphone zu wischen.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir uns nicht erinnern können, was wir vorgestern Mittag gegessen haben.

Etwas traurig, aber hier ist die gute Seite: Wo ein Trend ist, ist immer auch ein Gegentrend. Und der kann viele Namen haben: Digitales Detox (internet-/handyfreie Zeit), alternativer Lebensstil (vegane Ernährungsweise, tiny house Bewegung, digitales Nomadentum) , Minimalismus (Selbstbestimmung durch Konsumverzicht), Simplicity (Weniger ist Mehr, Konzentration auf das Wesentliche) oder Selbsterkenntnis (Yoga, Meditation).

Schalte ab von der Informationsflut und dem Konsum. Und tu nichts.

Nichtstun ist soviel mehr als Nichts. Keine Ablenkung. Einfach nur Abschalten. Mit den eigenen Gedanken klarkommen. Zu reflektieren und zu akzeptieren. Frische Energie sammeln.

Bootsausflug Thailand

 

SEI MUTIG – ACCEPT IT, CHANGE IT, LEAVE IT

Ein gesunder Geist denkst ständig in Optionen und Alternativen: „Hätte“, „könnte“, „was wäre, wenn“. Wenn dich dein momentaner Zustand nicht glücklich macht, ändere etwas. Klappt das auch nicht, dann verlasse die Situation. Das Leben ist nicht endlich. Du hast nicht ewig Zeit, zu warten bis sich deine Situation von allein verbessert.

Du bist zu viel mehr fähig, als du denkst. Viele Menschen sind Opfer des Wandels und müssen ihr Leben daran anpassen. Sei du die Person, die den Wandel herbeiführt. Habe den Mut, dich deiner Alternativen bewusst zu werden und Entscheidungen zu fällen.

 

IM MOMENT LEBEN

Ich beschäftige mich schon länger mit der Frage, ob wir heutzutage zu beschäftigt damit sind, beschäftigt zu wirken und dabei vergessen, zu leben.

Meine größte Angst ist es, irgendwann zurückzuschauen und zu bereuen dies oder jenes nicht getan zu haben, weil ich annahm ich könne es später immer noch tun.

Lass das Leben nicht an dir vorbeiziehen. Ziehe mit dem Leben. Steuere es am besten.

Mal kurz stehen zu bleiben, damit aufzuhören, was du gerade tust und dir bewusst zu machen, wo du gerade bist und was um dich herum passiert – das sollten wir viel öfters tun.

Nun sei mal ehrlich, eigentlich geht es dir ziemlich gut. Es liegt in der Natur, das haben zu wollen, was man nicht besitzt. Dabei gibt es viele Dinge, für die dich andere bewundern und beneiden: Für den Reisenden sei es die Freiheit, für die Mutter die Liebe der Kinder und für den Arbeiter der gut bezahlte Job.

Lies auch meinen Artikel Wo ich lebe? Im Hier und Jetzt!

Cocktail am Strand in Mauritius

 

„BESCHÄFTIGT SEIN“ IST KEINE ANTWORT AUF „WIE GEHT’S DIR?“

Ist „Ich bin beschäftigt“ das neue „Mir geht’s gut“? Oft wird Nichtstun mit Faulenzen oder Langeweile in unserer Gesellschaft gleichgesetzt. Lehnt man eine Einladung mit der Begründung ab, einfach nur nichts machen zu wollen, wird man schief angeschaut. Tatsächlich ist Nichtstun ein Energieschub.

Gib deinem Körper und deinem Geist Ruhe. Du brauchst die Ruhe um dich zu erden, den Fokus zu finden und eine Pause von der Non-Stop-Informationsflut zu machen.

Mehr dazu im Artikel Die Zeit verstrich ungenutzt, aber wenigstens war ich beschäftigt.

 

WENN ES STRESSIG WIRD, ARBEITE LANGSAMER

So formulierte es mein Chef als unser Team letzte Woche viel mehr Emails empfing, als wir bearbeiten konnten. Wird es stressig, arbeite langsamer. Und da ist was dran.

Stress heißt Chaos. Und das wollen wir vermeiden. Wir wollen Aufgaben, Treffen oder Hobbies nicht einfach nur abhaken um möglichst schnell zum nächsten Punkt auf der Liste überzugehen. Wir wollen Klarheit und Bedeutung.

Diese Denkweise verfolgt auch das Slow-Movement, eine Bewegung basierend auf dem langsamen und bewussten Leben. Über Slow Travel, dem langsamen Reisestil, habe ich bereits geschrieben. Daneben gibt es Slow food als Gegentrend zum Fast Food. Slow Fashion steht für nachhaltige Mode. Über Slow living dreht sich der ganze Artikel, nämlich dem Leben mehr Qualität und Bedeutung zu geben.

Stress ist der Auslöser für viele Krankheiten. Bestrafe dich nicht. Setze dich nicht unter Druck. Vergib dir selbst und gestalte dein Leben rund um das, was du magst. Ich kann es nur noch einmal erwähnen: Sei gut zu deinem Körper. Du hast nur diesen Einen!

 

Mehr Gutes für die Seele:

Schreibe einen Kommentar