Was ich an Deutschland zu schätzen gelernt habe

Was ich an Deutschland zu schätzen gelernt habe

Am Ende einer Reise kehrt man nicht nur mit neuem Wissen über fremde Kulturen heim, sondern zugleich mit neuen Erkenntnissen über das Heimatland. Wir reisen, um das Vaterland besser kennen zu lernen. Aus der Ferne blickt man mit anderen Augen auf landestypisches Verhalten. Unterwegs vergleicht man die fremde Kultur mit der eigenen.

Und vielleicht stellt man fest, dass andere Länder den deutschen Ordnungssinn gut vertragen könnten, das Bier woanders einfach fürchterlich schmeckt, das Sozialversicherungssystem eine gute Sache ist und übersichtliche Busfahrpläne existieren.

„Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.“   Theodor Fontane

Genervt vom deutschen Gejammer, dem durchgeplantem Alltag und fehlender Spontaneität musste ich vor mehr als zwei Jahren einfach raus. In anderen Ländern zu leben und zu arbeiten hat mich mehr über Deutschland gelehrt, als ich je im Land selbst erfahren hätte. Ich schätze mein Heimatland mehr als zuvor.

Hier kommt meine Bilanz nach vier Monaten in Texas, acht Monaten in New York, zehn in Minnesota und zwölf in Australien.

Zunächst die Frage: Was ist in anderen Ländern besser als in Deutschland?

 

WAS VERMISSE ICH IN DEUTSCHLAND?

In den Vereinigten Staaten wie auch in Australien schätze ich die Gastfreundlichkeit gegenüber Touristen. Dort wird man schnell mal zum Essen eingeladen oder bis zur nächsten Bushaltestelle im Regen mitgenommen. Neue Bekanntschaften ergeben sich wie von selbst. Kleidet man sich anders, spricht mit Akzent und reist mit Rucksack, erweckt man ein Interesse. Amis und Aussies gehen mit einer Offenheit gegenüber Fremdem durchs Leben. Das vermisse ich an den Deutschen.

Sie empfehlen gute Restaurants, geben Tipps in der Stadt und lehren Slang-Wörter. Sie machen Touristen das eigene Land schmackhaft. Denn wenn Einheimische ihr Land mögen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Besucher auch wohlfühlen werden. Solange der Patriotismus in gesundem Rahmen bleibt, finde ich die Liebe und damit den Verbund zum Vaterland gut.

Patriotismus Verbund zum Vaterland

 

Ich glaube auch an den American Dream. Ich finde, dass harte Arbeit und ein originelles Start-Up-Konzept in den Vereinigten Staaten eher als in Deutschland zu Wohlstand und Erfolg führen kann.

Ruhiger und entspannter leben US-Amerikaner, wenn es zu Pünktlichkeit und Akkuranz kommt. Wir Deutsche stressen uns selbst. Unser Tag ist durchdacht, unser Handeln produktiv und Entscheidungen rational. Ist die Gebäudefassade an Manhattan‘s Straßenzügen porös, wird einfach drüber gestrichen. Für die nächsten Monate ist damit das Problem gelöst.

Ich mag die Einfach- und Unbeschwertheit des südostasiatischen Lebensstils. Dort habe ich nicht gearbeitet aber durch das Reisen einen Einblick in die Lebenskultur erhalten. Diese Menschen legen wenig Wert auf Status und Materialismus. Davon können sich westliche Nationen eine dicke Scheibe abschneiden.  Hier kannst du weiterlesen, wie du dich von ungezügeltem Konsumverhalten und der Schnelllebigkeit trennen kannst und wie du es schaffst, mehr von dem zu tun, was wirklich glücklich macht.

Leider ist es generell ein Problem der schnelllebigen westlichen Kultur, das Leben nicht in vollen Zügen zu genießen. Deutsche jammern oft, klagen gerne und kritisieren ständig.

Wir sind sehr selbstkritisch.

Wir wirken verschlossen und erwecken den Eindruck, wenig Spaß zu haben.

Junge deutsche Backpacker sind in fremden Ländern unter sich und wenig offen, sich unterzumischen. Wirken wir vielleicht humorlos, ernst und arrogant?

 

WAS IST AN DEUTSCHLAND BESSER?

An dem Stereotyp des strukturierten und verantwortungsbewussten Deutschen ist etwas dran. Und das finde ich gut so. Meine internationalen Arbeitgeber waren immer froh darüber, dass ich Absprachen einhalte, Verpflichtungen nachkomme und Aufgaben produktiv erledige. Dafür sind Deutsche bekannt und beliebt.

Darauf können wir stolz sein.

Geschäftliche Meetings werden in Deutschland auf den Punkt gebracht und ein Problem im Kern gelöst. Das ist mir erst aufgefallen, als ich mit einem Donut in der einen und Handy in der anderen Hand mit Füßen auf der Fensterbank in einem amerikanischen Meeting hing. Und spätestens wenn ich pünktlich um 10 Uhr laut der Einladung im Konferenzraum sitze und es 20 Minuten dauert, bis sich der Raum füllt, muss ich zugeben, die deutsche Produktivität zu vermissen.

In Deutschland kann man nicht sehr einfach aus der Spur fallen. Es gibt mehr Struktur und Regeln. Die Abwicklung an der Kasse geht flott, für Züge gibt es Fahrpläne, die Autobahn läuft gewöhnlich zügig und flüssig und im Supermarkt ist das Sortiment logisch platziert und richtig ausgepreist und bezahlt wird ohne nachträgliche Steuer und ohne zu feilschen.

Das sind Dinge, die den deutschen Alltag einfacher machen, aber man nicht überall im Ausland erwarten kann.

In Deutschland gibt es viele Normen und Gesetze, an die sich gehalten wird. Deshalb funktioniert es beispielsweise im Straßenverkehr, bei Geschäftsgründung oder Arztbesuchen in der Regel. Wir erstellen gerne Schreiben, heften Akten ab und füllen Formulare aus. In anderen Ländern wünschte ich mir, dass es Bestimmungen gäbe oder Vereinbarungen schriftlich geregelt werden würden. Wenn ich in Indonesien einen Roller von jemanden an der Straße ausleihe, gebe ich ihm ein paar Scheine und er mir den Schlüssel. Punkt. Das klingt entspannt und cool bis eben etwas passiert.

Dass Deutsche auf Oktoberfesten, die im Ausland veranstaltet werden, die beste Stimmung machen mit Helene Fischer und einem Maß gut gebrauten Bieres ist mir nicht mehr unangenehm. Denn wenn der Alkohol unser akkurates Verhalten betäubt und der Sinn für die Einhaltung von Normen verschwimmt, kann der Deutsche auch äußerst ausgelassen feiern.

Oktoberfest-typisch-Deutsch

Auch wenn jede Menge Nachholbedarf besteht, glaube ich, dass Deutsche sehr viel umweltbewusster sind als beispielsweise Amerikaner. In den Vereinigten Staaten wird kein Müll getrennt, Ressourcen werden verschwendet und die Energie für Klimaanlagen sowie Heizung  aus dem Fenster herausgeblasen.

Das soziale Sicherheitssystem ist ein großer Pluspunkt in Deutschland. Das merkt man erst, wenn man für längere Zeit in einem Land lebt, in dem ein gebrochenes Bein die komplette Familie in den finanziellen Ruin bringen kann.

Dass ein Großteil der Schulabgänger eine Ausbildung in einem Arbeiterberuf macht, kommt dem Arbeitsmarkt in Deutschland zu Gute. Beispielsweise gibt es in den USA nur die Möglichkeit, nach der Schule ein Studium anzuschließen. Ein duales Ausbildungssystem wie in Deutschland gibt es nicht. Dachdecker, Straßenbauer und Kellner arbeiten ungelernt.

Durch das Reisen in fremde Länder habe ich die historischen deutschen Bauwerke erst schätzen gelernt. Fachwerkhäuser, alte Brücken und große Schlösser stammen aus einer Zeit, in der Amerika noch gar nicht entdeckt wurde. Einen schönen Artikel dazu, wie man das Fernweh vor der Haustür stillen kann, gibt es auf Frau Wanderlust zu lesen.

Fahwerkhaeusser Deutschland

 

Made in Germany – für Produkte und Menschen – wir mit hoher Qualität verbunden. Australier entgegneten mir oft mit Respekt, wenn ich mich als Deutsche vorstellte. Wenn sie dann noch einen Schritt zurück machten, war mir das unangenehm.

Und gerade in solchen Situationen, in denen man für die harte Arbeit und den Ordnungssinn gelobt wird, sollte der Deutsche nicht widersprechen, das Lob annehmen und weniger selbstkritisch sein.

42 Kommentare

  1. Liebe Stefanie,
    das Zitat von Theodor Fontane (Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.) ist so toll gewählt. Ich wollte früher immer raus aus Deutschland, die Welt erkunden, in Großstädten leben und dann bin ich nach dem Abi als Au Pair in die USA gegangen und hatte manchmal schreckliches Heimweh. Klar auch nach meiner Familie und nach meinen Freunden, aber nach deutschen Kleinigkeiten, wie Brot und Teewurst, Pünktlichkeit oder auch einfach das Gefühl „zu wissen, wie der Hase läuft“ und dazuzugehören.
    Ich finde es immer noch toll die Welt zu entdecken, aber ich freue mich auch immer wieder sehr auf Deutschland und zu Hause.
    LG Annika

    • Liebe Annika,
      man meint, sich in den USA schnell einleben zu können. Es gibt schließlich weitaus unterschiedlichere Kulturen. Aber du sagst es richtig. Es sind die kleinen Unterschiede, die nach einer Weile auffallen und man beginnt die kleinen Dinge und Gewohnheiten am Heimatland zu vermissen.

      Viele Grüße,
      Stefanie

  2. Liebe Stefanie,
    das ist ein interessanter Artikel! Reisen und Urlaub sind eine Sache, und ich habe echt blöd geschaut, als der Bus in Mexiko überpünktlich abfuhr und ich zu spät kam! Das war so ein Beispiel, wo ich mir dachte, oops, da bin ich an meinen Vorurteilen gescheitert! 😉
    Eine andere Sache ist natürlich das Arbeiten: Ich habe auch schon viele Jahre im Ausland gearbeitet oder mit Ausländern gearbeitet, Stichwort interkulturelle Kompetenz entwickeln… Auch Kulturen, die man auf Reisen als sehr nah empfindet, sind dann doch weiter entfernt als man denkt. Was mir auffiel ist die Art, wie wir Deutschen organisieren können, keine Ahnung, ob das von Muttermilch, Mengenlehre, Schulunterricht, Steuererklärung oder wo auch immer herkommt… Das fällt mir in wirklich allen Ländern auf, dass die Kollegen oder Geschäftspartnern irgendwann von mir erwarten, dass ich das Ding schaukle – und lustigerweise klappt das mit der Organisation dann super, obwohl ich in Deutschland immer dachte, ich sei ein Chaot.
    Ja, das ist ein weites Feld… In vielen Punkten weiß ich das Hier auch zu schätzen, außer wenn ich in Japan Zug fahre; da hinkt mein Heimatland deutlich hinterher…
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Liebe Barbara,
      danke, dass du deine Erfahrungen als Deutsche im Ausland hier teilst. Wo der Organisationstrieb herrührt, ist eine interessante Frage. Deine Ansätze von Muttermilch und Steuererklärung tragen auf jeden Fall ihren Teil bei;)

      Herzliche Grüße,
      Stefanie

  3. Dein Artikel spricht mir aus dem Herzen und holt mich direkt ab – auch ich habe erst den Wert Deutschlands zu schätzen gelernt, als ich längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet habe. Natürlich rümpfen wir über unsere Bürokratie die Nase (haben aber notfalls ein Netz mit doppeltem Boden, sollte etwas mal schief gehen), ärgern uns über German Spießigkeit (freuen uns aber, wenn der Bus pünktlich kommt) etc. Man weiß erst, was man an Deutschland hat, wenn man auch mal in anderen „Systemen“ gelebt hat und andere Regeln befolgen musste. Ich freue mich jedenfalls immer nach meinen Reisen, wieder nach Hause zu kommen – danke, dass du so einen offenen und persönlichen Artikel beigesteuert hast!

    • Hallo Sabine,
      freut mir zu hören, dass es du ähnliche Erfahrungen gemacht hast. Die „German Spießigkeit“ trifft es wohl. Du schreibst das gut. Man möchte nicht als Spießer oder als deutscher Stereotyp dastehen, aber insgeheim kommt es uns in vielen Sachen zu Gute. Wir sollten öfter zu unseren Werten stehen.

      Viele Grüße,
      Stefanie

  4. Es ist wirklich erstaunlich, wie man weit weg von zuhause erst merkt, was man daran hat 😉 Vielleicht bin ich zu typisch Deutsch, aber ich finde, an Pünktlichkeit und Verlässlichkeit nichts Schlimmes und mag es auch, wenn sich andere daran halten. Allerdings ist es auch in Deutschland nicht mehr ganz so genau geregelt, wie vor – sagen wir – 50 Jahren? Die Zeiten ändern sich und ich habe das Gefühl, die Menschen ändern sich auch mit. Wenn auch etwas langsamer…
    Viele Grüße
    Maria

    • Hallo Maria,
      Pünktlichkeit wird in anderen Kulturkreisen unterschiedlich geschätzt. In Deutschland ist es unhöflich, jemanden warten zu lassen. In südlichen europäischen Ländern ist es beispielsweise unhöflich, punktgenau auf einer Feier aufzukreuzen. Man möchte dem Gastgber noch etwas mehr Zeit geben und außerdem den Anschein erwecken, dass man noch tauschen andere Dinge zu erledigen hat.

      Viele Grüße,
      Stefanie

  5. Liebe Stefanie,

    schöner Text, und die Fotos passen mal wieder so gut! Mir fällt beim Lesen auf, dass sich mein Blick auf Deutschland in beide Richtungen geschärft hat: Ich spüre sowohl die positiven als auch die negativen Eigenschaften stärker, seit ich in New York lebe.

    Zum Beispiel habe ich nach Jahren in New York Frieden damit geschlossen, dass die Vorstellungen von Ordnung nicht nur in diverse Kulturen, sondern auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind – und dass ich mich dafür nicht zu hinterfragen brauche (bei Mietverhandlungen war es sogar schon nützlich, das Sauberfrauklischee ;-)).
    Auf der anderen Seite stoße ich mich bei Besuchen in der Heimat mehr als früher am Gejammer, am allgegenwärtigen „aber“ (das sich fieserweise ganz schnell dann auch in meine Sätze schmuggelt) und an der mangelnde Offenheit. Umso schöner, dass du mit deinem Text meinen Blick auf etwas lenkst, das ich glatt vergessen habe: die schönen alten Häuser. Danke dafür.

    Schönen Gruß
    Petrina

    • Liebe Petrina,
      schön, dass du deine Sichtweise hier teilst. Es ist interessant, dass sich bei dir sowohl die guten als auch die weniger guten Seiten an Deutschland verstärkt haben, seit du nicht mehr in Deutschland lebst.
      Ich gebe dir Recht, wie schnell hat man sich nach wenigen Wochen in Deutschland wieder angepasst und jammert auch – weil eben alle jammern. Und diese innere Ruhe, zu der man auf Reisen gekommen ist, ist wieder weg. Trotz alledem ist es doch ganz schön, wieder zu Hause zu sein und zu wissen, wie alle ticken.

      Schöne Grüße,
      Stefanie

  6. Liebe Stefanie,

    vielen Dank für deine Verlinkung zu meinem Beitrag – da freue ich mich sehr drüber.

    Was für einen gelungenen Beitrag du geschrieben hast! Mir geht es genauso, wie dir. Meine Wertschätzung für Deutschland hat mit der Reiserei genauso zugenommen. Vieles, was sonst einfach so läuft, vermisst man erst, wenn es nicht mehr funktioniert. Auch im empfinde die Aussies und Amis als entspannter und offener. Zudem mag ich es auch, wenn in Südostasien oder auch Lateinamerika nicht der Materialismus im Vordergrund stehen. Aber ja, die Deutschen haben viele gute Seiten. Zuverlässigkeit und Innovation wird mir immer wieder von anderen Reisenden gesagt.

    Das deutsche Brot hast du in deinem Beitrag vergessen, oder?! 😛 Außerdem mag ich auch, wie leicht es sich in Deutschland und in alle Richtung in spannende Nachbarländer reisen lässt.

    Viele liebe Grüße aus Chile sendet dir,

    Christin

    • Liebe Christin,
      beim Schreiben lenkten mich meine Gedanken wieder zu der Tatsache, dass ich für das Reisen in Deutschland viel zu wenig Interesse zeige. Das finde ich schade. Ich tendiere eher dazu, möglichst ferne Reiseziele zu wählen. Dabei fiel mir dein wunderbarer Artikel ein und die Diskussion, ob man wirklich immer weit weg muss, um das Fernweh zu stillen?
      Hach, das Brot! Natürlich. Vollkornbrot, Roggenbrot, Krustenbrot, … ich vermisse sie alle.

      Danke für deine netten Worte und viele Grüße nach Chile,
      Stefanie

  7. Liebe Stefanie,

    du sprichst mir hier wirklich aus der Seele. Ich finde viele Dinge in Deutschland manchmal so ätzend, dass ich auch einfach ab und an weg MUSS. Meistens nerven mich diese ,,typisch deutschen“ Eigenschaften, bis ich irgendwann an einen Punkt komme, an dem mir auffällt, dass viele Werte, die uns hier mitgegeben werden, auch nicht die schlechtesten sind.

    Ich habe eine Zeit lang in Japan gelebt und auch dort waren die meisten Leute froh, über meine Pünktlichkeit und Strukturiertheit – weil sie das ebenso von sich selbst abverlangen. In anderen (südostasiatsichen) Ländern wiederum merke ich, dass man sich auch selbst viel Stress machen kann, indem man versucht diese o.g. Wert einzuhalten. Es kommt schon immer irgendwie darauf an, was man aus dem sog ,,deutsch sein“ macht. Ich finde es mittlerweile sogar eher lustig. Zugleich gibt es mir aber auch ein ungeheures Sicherheitsgefühl, weil ich weiss, dass ich damit ganz gut durch die Welt komme. 😉

    Jedenfalls ein sehr schöner Artikel.

    Viele liebe Grüsse
    Kathi

    • Liebe Kathi,
      danke, dass du hier deine Gedanken teilst.
      Ist wahr, es kommt immer darauf an, mit welcher Kultur das Deusche harmonieren muss. Es ist generell spannend, Deutsche in anderen Ländern zu beobachten. Oft fallen sie eben in diese Klischees. Das ist gar nicht schlimm. Denn, wie du so schön schreibst, scheint man ganz gut durch die Welt zu kommen.

      Herzliche Grüße,
      Stefanie

  8. Hallo Stefanie,

    ich finde du hast es in deinem Artikel auf den Punkt gebracht.

    Einerseits wird in Deutschland auf sehr hohem Niveau geklagt, andererseits sind wir im stillen doch ganz glücklich über unsere Regeln, Vorgaben, System, etc.

    Selbst wenn das typisch „deutsche“ einen nervt, zieht es uns irgendwie immer wieder dahin zurück. Ich für meinen Teil finde, dass die Deutschen ruhig etwas lockerer werden könnten, aber Punkte wie Ordnung, Pünktlichkeit, Gründlichkeit, usw. nicht verstecken müssen und stolz darauf sein können.

    Wie du schon schreibst, erst in der Ferne vermisst man solche Sachen und wäre froh, wenn sie in vielen Ländern vorzufinden wären. Die gute Mischung macht es eben 🙂

    Viele Grüße
    Iris

    • Liebe Iris,
      danke für deinen netten Kommentar.
      Vielleicht muss man tatsächlich immer mal wieder aus dem Land, nur um wiederzukehren und die deutsche Kultur wieder neu kennen zu lernen und neu zu entdecken. Ich finde auch, verstecken sollten wir uns nicht.
      Ist es nicht interessant, wie sich die Sichweisen verändern, je nachdem ob man im Land lebt und direkt damit zu tun hat oder aus der Ferne beobachtet?

      Schöne Grüße,
      Stefanie

  9. Hallo Stefanie,
    ein interessanter Artikel, in dem ich vieles wiederkenne. Nach fast 17 Jahren in Schweden hat sich meine Sichtweise auf Deutschland mehrmals geändert. Deutschland erschien mir oft engstirnig, überfüllt und mit allzu vielen Regeln und Formalitäten behaftet. Teilweise empfinde ich das auch heute noch so. Dennoch sehe ich Deutschland heute in einem viel positiveren Licht, seit ich es von außen betrachte. Es gibt viele Dinge, auf die wir Deutsche wirklich stolz sein können, und wir sind viel beliebter im Ausland, als mir zumindest früher bewusst war. Auch ist Deutschland ein unglaublich wichtiges Land, zu dem viele aufsehen und das dadurch auch eine große Verantwortung hat.

    Wir haben Deutschland in den vergangenen Jahren vor allem auch als Urlaubsland entdeckt, und ich kann die Schönheit und Herzlichkeit der Menschen in einer Weise sehen, wie es mir nicht möglich war, als ich noch dort lebte.
    Klar, ich wünsche mir auch, dass die Deutschen manchmal ein wenig lockerer wären und weniger klagen würden, aber alle Länder haben ebene ihre Eigenheiten. Das ist hier in Schweden nicht anders. Und letztendlich zählen die persönlichen Erfahrungen und Momente. Was ist schon wirklich typische deutsch? Persönlich bin ich froh, die Erfahrungen zweier Länder zu haben, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so unterschiedlich erscheinen, es im Detail aber schon sind. Auch wenn meine Kinder sich als Schweden fühlen, lege ich Wert darauf, ihnen ihre deutsche Seite bewusst zu machen und ihnen Sprache und Kultur näher zu bringen. Ich merke eben auch, dass ich mit den Jahren immer mehr meine „deutschen Eigenschaften“ erkenne und vor allem auch schätze.

    In diesem Sinne viele Grüße aus dem hohen Norden,
    Hartmut

    • Lieber Hartmut,
      es freut mich zu lesen, dass du deine Wurzeln nicht versteckst, sondern die Werte auch an deine Kinder weitergibst. Ich finde toll, dass du nach so langer Zeit auch gerne wieder nach Deutschland kommst um das Land in den Augen eines Touristen wahrzunehmen.
      In Amerika treffe ich immer wieder Menschen, deren Eltern oder Großeltern von Deutschland stammen, diese aber nie wieder nach Deutschland gereist sind und auch die deutsche Sprache und die Kultur nicht weitergegeben haben. Klar, diese Menschen sind aus anderen Gründen ausgewandert und haben Wohlstand und Glück in Amerika gesehen. Ich finde es aber schade, wenn ein Amerikaner mit deutschen Wurzeln so überhaupt nichts über Deutschland weiß, außer Lederhosen und Autobahn.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass du nach so vielen Jahren in einem anderen Land die feinen Unterschiede erst mit der Zeit kennen lernst und wie du schreibst, deine deutsche Seite erkennst. Ich finde das unheimlich spannend.

      Viele Grüße nach Schweden und danke, dass du deine Erfahrungen hier geteilst hast,
      Stefanie

  10. Hallo Stefanie,

    ein toller Artikel! Mir geht es beim Reisen oft ähnlich. Sowohl in Südostasien als auch auf Kuba hatte ich oft den Gedanken, was ich für Glück hatte, zufällig in ein so privilegiertes Leben hineingeboren zu sein. Uns geht es in Deutschland so gut und trotzdem jammern wir irgendwie viel… Auch die offenere Art von Amerikanern und Kiwis ist mir aufgefallen. Und ich muss Christin Recht geben: Brot! Oh Gott, wie habe ich deutsches Brot vermisst 😉

    Liebe Grüße
    Imke

    • Hallo Imke,
      uns geht es doch wirklich gut. Wie sagt man so schön: Jammern auf hohem Niveau!
      Erst wenn man in Länder reist, in denen die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten ist, merkt man wie gut und bequem wir es eigentlich haben. Doch leider vergleichen wir uns immer mit denen, die mehr besitzen, die mehr erreicht haben und die scheinbar glücklicher sind.

      Viele Grüße,
      Stefanie

  11. Komisch, in punkto Nahverkehr empfinde ich Deutschland gar nicht als so beispielhaft. In Buenos Aires, Sydney, Brisbane und Auckland gibt es z. B. wiederaufladbare Magnetkarten, die man an den Sensor hält. Je nach Strecke wird der Fahrpreis berechnet, in der Rushhour ist es teurer, bei Vielfahrern werden die Fahrten immer günstiger. Keine komplizierten Tarifstufen, Wochen-, Monats- oder Abokarten.
    In Südamerika gibt es keine Fahrpläne. Dafür kommt aber alle paar Minuten ein Bus oder Micro, funktioniert super.
    Eine Sache, die ich aber auf meinen Reisen schätzen gelernt habe, ist wie gut wir es als Fußgänger in Deutschland (und Europa) haben. Überall ebene, genügend breite Bürgersteige. Ohne Löcher, Stolperfallen, Hindernisse. Ampeln, um halbwegs viel befahrene Straßen sicher zu überqueren. Zebrastreifen, an denen Autofahrer (meistens) halten. Ein Paradies für Fußgänger, das ich so nicht zu schätzen wusste, bevor ich erlebt habe, wie anders es auf anderen Kontinenten zugeht.

    Liebe Grüße aus Thailand
    Gina

    • Liebe Gina,
      ich stimme dir zu. Diese Magnettickets funktionieren wunderbar bequem und man spart Zeit. Aber leider auch nur in den Großstädten. Bewegt man sich in Australien oder auch in den USA etwas in die ländliche Gegend und noch nicht einmal in abgelegene Dörfer, dann ist es für mich schon nicht mehr transparent, wo genau dieser Bus hinfährt und vor allem, wann ich mit ihm rechnen kann. Das liegt auch daran, dass z.B. in den USA ein öffentliches Verkehrsnetz in den ländlichen Regionen nicht erforderlich ist. Kinder werden vom Schulbus abgeholt, ab 16 Jahren macht man den Führerschein und auf einen Amerikaner kommt mindestens ein Auto. Autofahren hat in den USA einen anderen Stellenwert. Als Reisende/r ist man oft auf das öffentliche Verkehrsnetz angewiesen.
      In Südostasien funktioniert es super – wenn auch anders – mit lokalen Bussen und Tuktuks.

      Gut, dass du die Fußgängerwege ansprichst. Ein guter Punkt, der so wahr ist. Hier in New York habe ich sogar angefangen, Fotos von Fußgängerwegen zu machen, an denen Löcher unabgesperrt sind oder Platten komplett schräg liegen und nur mit gelbem Signalstreifen darauf hingewiesen wird anstatt das Problem zu beheben.

      Danke für deine ganz neuen Gedanken und viele Grüße,
      Stefanie

  12. Liebe Stefanie,

    vielen Dank für den schönen Artikel! Ich denke, mir geht es genauso wie dir und auch den Kommentatoren vor mir. Oft nervt mich genau diese „typisch deutsche“ Mentalität, die Verklemmptheit, die Engstirnigkeit.
    Und flüchte dann in andere Länder, um wieder lockerere, offenere und lebensfrohere Menschen zu treffen. Aber genau dort vermisse ich auch einiges an Deutschland. Manchmal ist Ordnung und Strukturiertheit eben auch nicht schlecht 😉
    Aber am meisten vermisse ich das deutsche Brot. Ernsthaft, wie hält es der Rest der Welt nur mit dem ekligen pappigen Weißbrot aus?! 😀

    Liebe Grüße
    Christin

    • Hallo Christin,
      ja, nicht? Ich frag mich das auch zu dem pappigen Toastbrot. Wie wird man überhaupt davon satt? So weich, dass man eine Kugel daraus formen kann. Bäh! Manchmal sehe ich auch „Schwarzbrot“ im Regal – Toastbrot mit Farbzusatz!
      Danke für deinen Kommentar.

      Einen schönen Gruß,
      Stefanie

  13. Hallo Stefanie,

    sehr interessanter Beitrag!
    Ich lebe seit vier Jahren als Auslandsösterreicherin in Süditalien und obwohl wir sogar eine gemeinsame Grenze haben, gibt es so krasse Unterschiede zur Mentalität: Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Humor, Sarkasmus, ja sogar das Essverhalten ist einfach total gegensätzlich. Ich finde das total faszinierend, aber – zugegeben – oft auch sehr anstrengend. An Österreich schätze auch ich das Bildungs- und Sozialsystem, das auch die einkommensschwachen Schichten auffängt. In Italien: Fehlanzeige. Auch das Gesundheitssystem finde ich hier erschreckend: Zahnärzte sind vollkommen privat, ansonsten gilt: Wer es sich leisten kann, wird schnell und gut behandelt, sonst heißt es warten und keine allzu hohe Ansprüche stellen.
    Für mich war es immer klar, dass ich mich nur in Österreich als Selbständige melde, innerhalb der EU klappt das zum Glück auch sehr gut.
    LG Karin

    • Hallo Karin,
      danke dir für deine Sichtweise auf Deutschland als Österreicherin. Und toll, dass du auch einen Vergleich deines Herkunfslandes mit Italien anstellst. Was das Gesundheitssystem angeht: Das ist etwas, was einem erst auf die Füße fällt, wenn man länger im Land lebt und nicht nur Urlaub macht und wenn man wirklich einen Arzt braucht. Ich kann mir vorstellen, dass es oft in den Hintergrund gerät bei der Entscheidung auszuwandern. Für dich hast du ja eine gute Entscheidung gefunden.

      Viele Grüße nach Italien,
      Stefanie

  14. Liebe Stefanie,

    toller Artikel und ich gebe dir absolut recht. Eigentlich traurig, dass man erst in die Ferne reisen muss, um das Gute zu erkennen. Ich finde wir müssen uns nicht verstecken und die „typisch“ deutschen Eigenschaften haben durchaus auch etwas positives.
    Es gibt noch so einige Orte und Regionen in Deutschland, die ich nicht kenne und das steht auch auf meiner „Liste“ für die nächsten Jahre.
    Viele liebe Grüße,
    Nathalie

    • Liebe Nathalie,
      mir geht’s ähnlich. Wenn ich wieder in Deutschland bin, dann wird Sightseeing gemacht. Jemand empfahl mir mal, den Lonely Planet für Deutschland zu kaufen. Man denkt, man kennt Deutschland, aber ich bin mir sicher, es gibt viele versteckte Orte, von denen wir nicht dachten, dass die in unserem Land zu finden wären.

      Einen schönen Gruß von
      Stefanie

  15. Liebe Stefanie, dieser Artikel ist wirklich toll geschrieben! Danke dass du deine Leser hier an deinen Gedanken teilhaben lässt. Ich bin ja Österreicherin und habe noch nie woanders gelebt und gearbeitet. Ich glaube, zwischen Österreich und Deutschland gibt es nicht viel Unterschiede, was das Gesundheitssystem, die Bürokratie und die Lebensgewohnheiten betrifft. Die Deutsche Gründlichkeit ist bei euch vielleicht ein wenig ausgeprägter, wir Österreicher haben da schon ein wenig einen „südlichen“ Einschlag 😉 Leider hat es sich aufgrund diverser Lebensumstände nie ergeben, dass ich mal längere Zeit im Ausland gelebt hätte, es wäre aber immer ein großer Wunsch von mir gewesen. Ich beneide dich jetzt gerade um die vielen Erfahrungen, die du sammeln konntest. GLG, Anita

    • Liebe Anita,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Es freut mich, dass ich dich als Österreicherin auch für diesen Beitrag begeistern konnte. Im Generellen zielt der Artikel auch darauf ab, nicht so kritisch oder auch überschwenglich auf das Heimatland zu schauen und ein Bewusstsein für andere Lebensweisen und Werte zu entwickeln. Und vielleicht lässt es dich bei deiner nächsten Tour, ob klein oder groß, auch über deine heimischen Werte nachdenken?

      Liebe Grüße,
      Stefanie

  16. Ein sehr guter Artikel! Ich bin in vielen Aspekten deiner Meinung. Nicht umsonst werden unsere Produkte und auch Dienstleistungen überall in der Welt so sehr geschätzt. Weltweit findest du viele Deutsche im Job des General Managers eines Hotels. Ein bisschen zu wenig herzlich und offen sind wir meist. Dafür übertreiben wir es aber auch nicht, wie zum Beispiel die Amerikaner 😉 Vielleicht ist es gerade die Mischung von Regeln & Normen und der gleichzeitigen entspannten sowie offenen Mentalität, die ich so sehr an Australien schätze.
    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      oh ja, in Australien habe ich mich auch sehr wohl gefühlt. Ich weiß nicht, ob es die Sonne ist, die südliche Hemisphäre oder der Zusammenhalt der Insel, aber die Menschen sind im Allgemeinen besser gelaunt und obwohl so viele Backpacker und Touristen in das Land strömen bleiben sie herzlich und interessiert.

      Schöne Grüße,
      Stefanie

  17. Liebe Stefanie, wir Österreicher sind unseren Nachbarn ja nicht ganz unähnlich, wenn auch ein wenig salopper und gemütlicher. Ich habe erst vor ein paar Jahren meine Liebe zu Deutschland als Reiseland entdeckt. Für mich ist eine gewisse Sicherheit auf Grund meiner Behinderung sehr wichtig. Dazu gehört meine Essensversorgung, die halt in Mitteleuropa einfacher , wie anderswo ist. Auch kulturell ist Deutschland unglaublich interessant. Liebe Grüße, Claudia

  18. Liebe Stefanie,

    als jemand, der den Großteil seines Erwachsenenlebens im Ausland verbracht hat, hat sich meine Sichtweise auf Deutschland auch im Laufe der Zeit verändert. Heute schätze ich besonders die über Jahrhunderte gewachsenen Städte, denen man dieses Alter auch ansieht. Das fehlte mir im Laufe der Zeit in den Städten der USA, Australiens oder im südlichen Afrika. Zwar gibt es auch dort tolle Architektur, aber halt nicht das gemütlich-traditionelle der Fachwerkstädte Deutschlands. Umso mehr freut es mich, dass wir das jetzt auf unseren Reisen entdecken können.

    Liebe Grüße,
    Monika

    • Liebe Monika,
      ja und das nimmt man auch erst wahr, wenn man in z.B. der USA einen Stadtrundgang macht, der als „historischer Rundgang“ bezeichnet wird und man dann an den Jahreszahlen merkt, dass die Gebäude nicht wirklich historisch sind. Die Fachwerkhäuser und die alten Burgen und Schlösser sind schon etwas Besonderes bei uns.

      Herzliche Grüße,
      Stefanie

  19. Da steckt schon viel Wahrheit drin. Ich arbeite in einem holländischen Unternehmen und obwohl wir direkte Nachbarn sind, merkt man bereits hier sehr viele Unterschiede im (Arbeits-)Alltag. Das hat Vor- und Nachteile; unsere Fähigkeit, Dinge z.B. in Meetings auf den Punkt zu bringen und zu finalisieren wird von anderen Nationen z.T. nicht nur positiv aufgenommen, sondern auch als herrisch und bestimmend. In anderen Ländern sind Meetings häufig dazu da, einfach erstmal Gedanken zusammenzuwerfen, in Deutschland ist man effizient und hält Meetings nur wenn offizielle Approvals erforderlich sind. Das sind einfach grundverschiedene Herangehensweisen und beide haben ihre Stärken und Schwächen. Ich persönlich finde, dass es den meisten Deutschen gut täte, gelegentlich mal lockerer durch die Hose zu atmen 😉

    • Hallo Katrin,
      das wusste ich nicht, dass es in den Niederlanden solch grundlegende Unterschiede im Arbeitsleben gibt. Daran, wie die Menschen (miteinander) arbeiten, zeigt sich die Kultur am besten. Interessant, dass du solche Erfahrungen mitnehmen kannst.
      Ich stimme dir zu, die zielgerichtete Herangehensweise der Deutschen trifft oft nicht auf Sympathie, obwohl wir doch nur produktiv sein möchten.

      Viele Grüße,
      Stefanie

  20. Du hast völlig Recht. Deutschland kann nervig sein, aber es gibt auch verdammt viel Gutes. Selbst die so viel angeprangerte Bürokratie ist eigentlich gar nicht so schlimm, wenn man das mit der Bürokratie in anderen Ländern vergleicht. In Australien wollten wir z.B. ein Auto anmelden. Aber ein Ausweis geht dafür nicht, sondern man benötigt verschiedenen Rechnungen, wo der Name und die Adresse drauf steht. Ob der Name dann wirklich meiner ist, hat keinen interessiert… In Deutschland wird auch viel verwaltet, aber es gibt klare Regeln was wie verwaltet wird und so geht es am Ende schneller und einfacher für alle.

    Das einzige was hier gar nicht geht, ist das immer wiederkehrende Gemecker. Über alles und jeden wird gemotzt. Diese negative Lebenseinstellung sollte sich doch etwas ins positivere Verkehren, dann wird es schöner für alle.

    Liebe Grüße, Nina

    • Hallo Nina,
      weniger zu nörgeln klingt doch fast nach einem Neujahrsgrundsatz;) Ich finde auch, wir sollten weniger schlecht reden und mehr dankbar sein und das Gute in Dingen sehen. Genau, dann wird das Miteinander auch einfacher und schöner für uns alle.

      Herzliche Grüße,
      Stefanie

  21. Hallo Stefanie,
    „Hach, das Brot“ – genau das denke ich mir auch immer, wenn ich länger unterwegs bin. Tatsächlich ist Brot und Wurst immer das erste was ich vermisse. Die Deutschen Strukturen und Regeln engen mich manchmal sehr ein. Trotzdem ist es immer gut gewisse Richtlinien zu haben. Allerdings habe ich auch noch keine Kultur kennengelernt, die diesen Umstand misst. Struktur ist halt Auslegungssache.
    Liebe Grüße Jessica

  22. Hey Jessica,
    Struktur ist Auslegungssache und es lässt sich nicht vermeiden, fremde Kulturzüge mit den eigenen zu vergleichen. Dass dich die Struktur einengt, kann ich gut nachbollziehen.

    Viele Grüße,
    Stefanie

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