Wo ich lebe? Im Hier und Jetzt!

Wo ich lebe? Im Hier und Jetzt!

„Bing“ – ein neuer Kommentar auf Facebook, eine neue Whats App oder die Erinnerung der Spanisch-App, du solltest doch mal wieder vorbeischauen.

Mit einem „kurzen“ Blick aufs Handy sind wir abgelenkt.

Wir haben Angst, etwas zu verpassen. Ist das eine Krankheit? Fürchterlich!

Wir wissen schon, dass es effizienter sei, sich kurz und frei von Ablenkungen auf eine Aufgabe zu konzentrieren als einen halben Tag nur halb daran zu arbeiten weil Digitalismus kontrolliert abschweifen lässt.

Aber warum können wir es dann nicht einfach lassen? Einfach abschalten von den Störquellen?

Das Phänomen sehe ich nicht nur, wenn es um Aufgaben und Arbeit geht. Menschen lassen sich ihr Leben lang ablenken und verpassen dabei, zu leben.

Und wie oft steckte ich Nasenspitze an Nasenspitze in der New Yorker U-Bahn und dachte mir, wenn mein Handy mir jetzt aus meiner Tasche geklaut werden würde, wäre das gar nicht schlecht. Ein Störfaktor weniger. Ein großer Störfaktor weniger.

Wir leben heute ein Leben in unaufhaltsam überhasteten Geschwindigkeit. Impulsiv, ja schon fast fluchartig rasen wir durch den Tag. Alles passiert zack zack, mit einem Augenschlag. Wo bleibt da die Zeit zum Innehalten? Zum Ausruhen? Zum Genießen? Zum LEBEN?

Viele Menschen sind nicht präsent. Ihnen fällt es schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Auf eine Sache! Wo ist der Fokus? Wo ist die Präsenz?

In Gesprächen sind Menschen abwesend. Sie sind in Gedanken woanders. Aber nicht im Jetzt und Hier. So auch im Urlaub, am Strand oder in den Bergen. Es fällt uns schwer, das Hier und Jetzt zu spüren. Jede Kleinigkeit des Umfeldes wahrzunehmen. Zu fühlen. Aufzunehmen und anzunehmen.

Verlassen wir jedoch den Laptop und gehen nach draußen, sticht uns schon die Werbung in die Augen. Im Supermarkt, auf der Straße, ja sogar auf der Toilette im Kino. Nirgendwo hat man Ruhe. Überall heißt es, wir sollen kaufen. Am besten heute noch. Oder jetzt sofort. Dein Handy kann das ja.

Wirklich? Ist das die Welt, in der wir leben?

Ist das das Leben, das wir leben?

Immer und immer wieder überfluten uns Reize. Wir müssen entscheiden, auf welche Reize wir reagieren. Wir müssen lernen, Wichtiges von Unwichtigem abzugrenzen. Wir müssen lernen, zu kontrollieren – andernfalls werden wir kontrolliert. Wir müssen lernen, nicht überall mitreden zu können. Wir müssen lernen, nicht alles sofort lesen, beantworten oder anklicken zu müssen. Wir müssen lernen, im Augenblick zu leben – und das ist Hier und Jetzt!

 

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